Am vergangenen Samstag fand in Nürnberg der UN-Zug statt, organisiert vom Behindertenrat Nürnberg. Die Veranstaltung startete an der historischen Lorenzkirche und führte die Teilnehmer zum Weißen Turm, wo das Inklusionsfest am Jakobsplatz stattfand. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich zahlreiche Besucher, die das Fest mit Freude und Begeisterung erlebten.
Besonders erfreulich war die rege Teilnahme am Stand des Freizeitnetzwerks der Lebenshilfe Nürnberg, der ein breites Angebot an Informationen und Aktivitäten präsentierte. Die positive Resonanz und das Interesse der Besucher zeigten, wie wichtig und wertvoll solche Veranstaltungen sind, um das Bewusstsein für Inklusion und Teilhabe zu fördern.
Angelika Wieler, eine Vertreterin des Lions Clubs, ließ es sich nicht nehmen, unseren Stand zu besuchen. Es war eine wertvolle Gelegenheit, einige Worte auszutauschen und über die Bedeutung der Inklusion in unserer Gesellschaft zu sprechen. Die Gespräche während des Festes trugen dazu bei, Netzwerke zu knüpfen und den Austausch zwischen verschiedenen Organisationen zu stärken.
Die Veranstaltung war nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch eine Plattform, um die Vielfalt und die Möglichkeiten, die Menschen mit Behinderungen bieten können, zu zelebrieren. Trotz der vielen Gespräche und des regen Austauschs kam auch die Arbeit nicht zu kurz, und ich musste schließlich wieder zu meinen Aufgaben zurückkehren. Die positive Atmosphäre und die engagierte Teilnahme aller Anwesenden haben jedoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und werden sicherlich dazu beitragen, die Inklusion in unserer Stadt weiter voranzutreiben.
Am 8. Februar 2025 beginne ich meine Reise in die Welt des parkrun, einem wöchentlichen Lauf-Event, das für Menschen aller Fähigkeiten offen ist. An diesem besonderen Tag begleite mich meinen Guide Bernhard Nuss auf einer 5-km-Runde um den malerischen Wöhrde See. Der See, umgeben von einer idyllischen Landschaft, bietet nicht nur eine atemberaubende Kulisse, sondern auch eine Herausforderung, die ich mit Freude annehme.
Der Lauf stellt für mich eine erhebliche Herausforderung dar, doch in Begleitung von Bernhard fühle ich mich sicher und motiviert. Gemeinsam trotzen wir den Elementen und genießen die frische Luft und die Gemeinschaft der anderen Teilnehmer. Der parkrun ist nicht nur eine sportliche Betätigung, sondern auch eine Plattform für Inklusion, die Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenbringt.
Mein Engagement für den Inklusionssport ist mir ein großes Anliegen. Trotz meiner körperlichen Einschränkung bin ich fest entschlossen, an Wettkämpfen teilzunehmen und meine Grenzen zu erweitern. Der parkrun ist der perfekte Ort, um dies zu tun, denn hier spielt es keine Rolle, ob man schnell oder langsam ist – jeder Schritt zählt, und jeder Teilnehmer wird herzlich willkommen geheißen.
Die Atmosphäre des parkruns ist geprägt von Unterstützung und gegenseitiger Ermutigung. Die Teilnehmer jubeln einander zu, unabhängig von der individuellen Leistung. Diese Solidarität ist für mich eine wichtige Quelle der Motivation. Ich erlebe, wie der Sport Barrieren abbaut und Freundschaften knüpft, die über die Wettbewerbsbedingungen hinausgehen.
Mit jedem Lauf, den ich mit Bernhard und anderen Guides absolviere, fühle ich mich stärker und selbstbewusster. Ich bin überzeugt, dass Inklusion im Sport nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist. Sie zeigt, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Fähigkeiten, das Recht hat, aktiv zu sein und Teil einer Gemeinschaft zu werden.
Diese kleine Zeitreise zum parkrun am Wöhrde See ist nur der Anfang meines Abenteuers. Ich freue mich auf viele weitere Veranstaltungen und die Möglichkeit, meine Leidenschaft für den Sport mit anderen zu teilen. Gemeinsam werden wir weiterhin für Inklusion und Teilhabe im Sport eintreten – bei jedem Wetter und unter allen Umständen.

